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Besuch unserer norwegischen Gäste im September 2011
„Hva skjer'a?“, mit diesen Worten begrüßten uns die norwegischen Partner, die am 05. September 2011 in Cottbus nach einer anstrengenden Anreise eintrafen. Nach unserem Besuch im Februar dieses Jahres in Norwegen, fieberten wir, die Schüler der Jahrgangsstufe 12 vom Niedersorbischen Gymnasium, eifrig auf das Wiedersehen in Deutschland hin. Wie sich heraus stellte, wurden unsere Erwartungen an eine schöne, multi-kulturelle und erlebnisreiche Zeit nicht enttäuscht. Schon der Anreisetag stellte eine sprachliche Herausforderung für unsere norwegischen Gäste dar. Dafür besuchten wir das Stück „Bang Bang – You're dead!“, eine Aufführung eines DS-Kurses des NSG's, im piccolo Theater. Am nächsten Morgen fuhren wir in aller Frühe und mit viel Enthusiasmus per Fahrrad in den sorbischen Kulturort Burg im Spreewald. Durch eine Dorf-Rallye kamen die Norweger zum ersten Mal in Kontakt mit der sorbischen Lebensweise, was eines der Ziele des Comenius-Projektes ist. Nur durch dieses Projekt wurde uns der Schüleraustausch mit Norwegen ermöglicht. Trotz des eher schlechten Wetters paddelten wir durch die schöne Naturlandschaft des Spreewaldes. Um unseren norwegischen Schülern die Geschichte der Sorben näher zu bringen, kehrten wir auf dem Weg nach Cottbus in das Heimatmuseum in Dissen ein. Bernd Pittkunings, Mitglied des Fördervereins des Heimatmuseums und sorbischer Liederpoet, führte uns freundlich und in englischer Sprache durch die Ausstellung. Am Freitag zeigten wir unseren Gästen wie Unterricht an unserer Schule abläuft. Anschließend kochten wir typisch deutsche und norwegische Gerichte, was für jeden ein neues Geschmackserlebnis war. Damit unsere norwegischen Gäste echte Sorben-Kenner werden, luden wir den Historiker Dr. Kněz Šurman zu einem ausführlichen Vortrag ein. Sowohl die norwegischen als auch die deutschen Schüler nutzten die Gelegenheit, Fragen zur Geschichte und Zukunft der Sorben zu diskutieren. Das sonnige Wochenende verbrachte jeder individuell mit seinem Partner. Dazu gehörte zum Beispiel der Besuch der historischen Altstadt Dresdens, Eisessen auf dem Altmarkt, Baden am See in Cottbus und gemeinsame abendliche Vergnügen oder wie wir sagen würden: „Party nonstop!“. Der folgende Montag begann sportlich. Mit Volley- und Fußball wurde unser Können auf die Probe gestellt. Danach arbeiteten wir an unserem Produkt zum Projektthema „Sorben treffen auf Sami“. Es wird ein vier-sprachiger Kalender über sorbische und samische Bräuche. Am Abreisetag werteten wir dieses norwegisch-deutsche Projekt aus, welches beiderseits ein überwiegend positives Feedback brachte. Anschließend folgte dann der traurige und tränenreiche Abschied. Alles in allem war es für die Beteiligten ein ereignisreiches, spannendes und vor allem schönes Erlebnis, woran wir uns gern zurück erinnern werden.
Gastlichkeit in Norwegen beim Besuch 2010
Am 1. März 2010 traten wir Schüler des Norwegenprojektes unsere Reise Richtung Skandinavien zu unseren Austauschpartnern an. Bei unseren Gastfamilien im hohen Norden verbrachten wir eine ereignisreiche Zeit.
Angekommen in norwegischen Schule „Skedsmo Videregaende Skole“, machte uns eine kleine Führung durch das Gebäude sogleich neidisch auf die lockere Lernatmosphäre, das freundschaftliche Lehrer- Schülerverhältnis und die sehr moderne und praktische Einrichtung der Schule. Wieder vereint mit unseren Partnerschülern fühlten wir uns sehr wohl.
Als besonders schön wird uns der 3-tägige Aufenthalt im Skigebiet Skeikampen in Erinnerung bleiben, wo wir eine gemütliche und gut ausgestattete Unterkunft als typisch norwegisches Hüttenleben kennenlernten. Dieses Hüttenleben war nicht ganz unproblematisch. Wir mussten uns selbst versorgen. Dafür bekamen wir von unseren Betreuern ausreichend Proviant. Die Zubereitung der Mahlzeiten und natürlich auch das Aufräumen mussten wir selbst organisieren, genauso wie das Beisammensein am Abend. Die dabei gesammelten Erfahrungen, nämlich Probleme innerhalb der Gruppe zu lösen, ohne gleich die Betreuer als Schlichter heranzuholen waren für uns sehr entscheidend, besonders auch für die restliche Zeit, die wir mit unseren Partnern verbrachten. Sehr gern hätten wir die ruhigen und gut präparierten Pisten zur Verbesserung unserer Fähigkeiten beim Ski laufen bzw. beim Snowboarden länger genutzt. Doch angesichts der vielen gemeinsamen Aktivitäten, die wir anschließend in Lillestrøm und Umgebung unternahmen trauerten wir diesem nicht hinterher. In Oslo informierten wir uns zunächst über das Leben der Wikinger und die Abenteuer des Thor Heyerdahl. Anschließend durften wir durch die Straßen, Museen und Geschäfte schlendern und ließen uns dabei nicht von erschreckenden Preisen einschüchtern.
Im Gegensatz zu Oslo wirkte die Gegend von Lillestrøm eher ruhig, fast schon verträumt. Die typisch-norwegischen, niedlichen bunten Häuser machten einen sehr gemütlichen und liebevollen Eindruck, so dass wir uns eigentlich immer gut aufgehoben fühlten. Dies war auch der Gastfreundschaft und Herzlichkeit unserer Gastfamilien zu verdanken, wo wir so manche norwegische Redewendung kennenlernten aber häufig auch die nonverbale Kommunikation übten.
Zusammenfassend können wir sagen, dass sich die Norweger sehr gut auf uns vorbereitet haben und alles super planten. Wir haben viel gelernt, gesehen und genossen und werden dieses Projekt als eine wunderbare Erfahrung in Erinnerung behalten.
Tyssen takk - Vielen Dank
Dienstfahrt der besonderen Art
Eine Dienstfahrt der besonderen Art unternahmen acht Kolleginnen und Kollegen des Niedersorbischen Gymnasiums in den zurückliegenden Herbstferien, vom 16.10 – 20.10.09.
Die erste Station der Reise war das norwegische Bergen. Dort fand ein Treffen mit den Vertretern der Skedsmo Videregaende Skole Lilleström statt, um die weitere inhaltliche Ausgestaltung der zwischen den Schulen bestehenden Partnerschaft zu beraten, an deren Fortsetzung beide Seiten ein großes Interesse haben.
Im Fokus der Aufmerksamkeit stand die Weiterentwicklung des gemeinsamen Projektes, insbesondere die Evaluation der bisherigen Arbeit sowie die Neuformulierung der Ziele der regelmäßigen Schüleraustausche für die kommenden 4 Jahre. Sie sollen noch stärker mit dem jeweiligen Profil der beteiligten Schulen verknüpft werden.
Neben der Landeskunde und Spracherwerb, soll künftig noch stärker das Leben und die Sprache der sorbischen/wendischen Minderheit während der Besuche in Cottbus zum Arbeitsschwerpunkt entwickelt werden.
Auch die Cottbuser Schülerinnen und Schüler durchlaufen ein besonderes Sprachtraining, in ihrem Fall des Englischen, das als Kommunikationsmittel unerlässlich ist. Des Weiteren werden sie die Minderheit Norwegens kennen lernen, die Samen, sodass ein Vergleich mit der sorbischen einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt darstellen wird.
Die Ergebnisse dieser Form internationaler Projektarbeit werden in den Fächern Sorbisch bzw. Deutsch, Politische Bildung, Geschichte beider Schulen präsentiert.
Die erfolgreichen Gespräche mündeten in einen Kooperationsvertrag, der am 20.10.09 in Lilleström feierlich von beiden Schulleitern, Rune Grahn und Anke Hille-Sickert, unterzeichnet wurde.
Danach blieb natürlich noch etwas Zeit, die Sehenswürdigkeiten Oslos zu bestaunen und sich mit zwei ehemaligen Teilnehmerinnen des Projektes auf einen Kaffee zu treffen, die in der norwegischen Hauptstadt ein Studium aufgenommen haben. Der Schüleraustausch hatte die Absolventinnen des NSG dazu angeregt, sich über Studienmöglichkeiten in dem skandinavischen Land zu informieren.
Norwegenprojekt 2009
Zum vierten Mal in Folge führte der 12. Jahrgang des Niedersorbischen Gymnasiums Cottbus ein deutsch-norwegisches Austauschprojekt durch.
Für eine Woche nahmen die deutschen Schülerrinnen und Schüler ihre Austauschpartner/-innen der Schule Skedsmo, in Lilleström, in ihre Familie auf und brachten ihnen somit die deutsche und auch sorbische Kultur näher. Neben einem Tagebaubesuch und dem gemeinsamen Zubereiten und Verzehren von Quark mit Kartoffeln und Leinöl, geschah dies unter anderem durch einen drei- tägigen Ausflug in das verträumte Spreewalddorf Schlepzig. Individuelle Freizeitgestaltung am Abend und am Wochenende machte die kulturelle Kost nicht nur für die norwegischen Gäste verdaulicher.
„Ich fand es sehr interessant in einem anderen Land zu sein und so zu leben wie die Deutschen“, so die 17-jährige Norwegerin Ane Östnes. Weiterhin sei es sehr hilfreich gewesen, eine neue Kultur kennen zu lernen und die Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch aufzubessern. Mit Freude wird nun der zweite Teil des Projektes, der Besuch der deutschen Schülerinnen und Schüler in Norwegen im März nächsten Jahres, erwartet.
Judith Krumpelt





