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Schulgeschichte

Das Niedersorbische Gymnasium wurde am 1. September 1952 als „Sorbische Oberschule” (Serbska wuša šula) gegründet. Auf Initiative von Dr. Frido Mětšk kamen 76 Schülerinnen und Schüler sowie 8 Lehrerinnen und Lehrer aus dem obersorbischen Bautzen nach Cottbus und bezogen das Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars in der Sielower Straße. Der erste Jahrgang legte im Jahre 1954 noch ein obersorbisches Abitur ab.

Von Anfang an hatten die sorbische/wendische Kultur und das sorbische/wendische Brauch-tum einen festen Platz im schulischen Leben. Bereits der erste Schülerjahrgang trat mit Kulturprogrammen in Cottbus auf, in der Schule entstanden ein Chor und eine Tanzgruppe. Am Anfang der 60er Jahre wurden die Partnerschaftsbeziehungen zu Schulen in Polen und der Tschechoslowakei aufgebaut. Das erste gemeinsame Sportfest fand 1967 statt.

Im Jahr 1959 wurde aus der Sorbischen Oberschule die „Sorbische Erweiterte Oberschule” (Serbska rozšyrjona wuša šula). 1974 wurde der Schule der Ehrenname „Marjana Domaškojc” verliehen. Die Schülerinnen und Schüler wurden an der Sorbischen Erweiterten Oberschule mit der gleichen Stundentafel unterrichtet wie an allen anderen Erweiterten Oberschulen. Dazu kam Unterricht im Fach Sorbisch/Wendisch, in dem auch eine schriftliche Abiturprüfung abgelegt wurde.

Im Jahr 1989 war die Schule eine zweizügige Erweiterte Oberschule mit den Klassenstufen 9 - 12 und zusätzlichem Unterricht im Fach Sorbisch/Wendisch. Bereits zu Beginn des Schuljahres 1990/91 wurden zwei 7. Klassen aufgenommen und damit der Grundstein für die gymnasiale Struktur der Schule gelegt.

Erstmalig wurden 1992 drei 7. Klassen aufgenommen und die Konferenz der Kultusminister (KMK) beschloss die Anerkennung des Faches Sorbisch/Wendisch als 2. Fremdsprache. Im Juni des Jahres 1997 legte der erste Jahrgang, der seit der 7. Klasse unser Gymnasium besuchte, das Abitur ab. Seit dem Schuljahr 1998/99 ist das Niedersorbische Gymnasium vollständig dreizügig.

Ab Juli 2000 regelt die „Verordnung über die schulischen Bildungsangelegenheiten der Sorben (Wenden) (Sorben-[Wenden-]Schulverordnung - SWSchulV)” die äußere und innere Aus-gestaltung sorbischer/wendischer Schulen und insbesondere sorbischer/wendischer Schulen mit besonderer Prägung. Eine wesentliche Bestimmung ist die Einführung des bilingualen Sachfachunterrichts in der Arbeitssprache Sorbisch/Wendisch. Mit dem Beginn des Schuljahres 2001/02 nimmt das Niedersorbische Gymnasium Cottbus am Schulversuch „Leistungsprofilklasse” teil, seit 2007 wurde auf Antrag der Schulkonferenz am Standort eine Leistungs- und Begabungsklasse eingerichtet. Seit dem Schuljahr 2006/07 gibt es am NSG einen Schulversuch zur Einrichtungeines Oberschulzweigs. Zeitgleich lief die Implementation des Ganztagskonzeptes an. Seit dem Schuljahr 2007/08 lernen in klasse 7 erstmals Witaj-Kinder in Gruppenstärke an unserer Einrichtung.

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